Unterschriften gegen Breitspurbahn!

Liebe Gemeindebürgerinnen!
Liebe Gemeindebürger!

Allgemeines
In einer öffentlichen strategischen Umweltprüfung werden ohne vorherige Information der betroffenen Bevölkerung 5 Varianten zur Verlängerung der Breitspurbahn in unsere Region geprüft. Dabei soll die Breitspurbahn von Košice (Slowakei) bis in die Nähe des Flughafens neu gebaut werden. Die Variante 2, welche zwischen Ebergassing, Himberg und Rauchenwarth liegt, soll die beste untersuchte Alternative wegen der Verknüpfung zu anderen Infrastruktureinrichtungen sein.

Enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität in unserer Region
Der „strategische Umweltbericht“ der ÖBB-Infrastruktur AG wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) veröffentlicht. Darin ist die Verlängerung der Breitspurbahn bis in den Raum Wien geplant. Der Trassenverlauf ist noch nicht fixiert, für den geplanten Güterterminal ist eine Fläche von zirka 150 Hektar erforderlich. Es gibt keinen Zweifel, dass die Auswirkungen auf die Lebensqualität in unserer Region enorm wären.

Fakten für die Umwelt:

  • Geplant ist ein riesiger Güterterminal mit zirka 150 Hektar Fläche
  • Für das Logistikzentrum sind zusätzlich mindestens 150 Hektar Fläche erforderlich. Insgesamt werden 300 Hektar Ackerland diesem Projekt zum Opfer fallen.
  • Es ist mit Gütern von 21,5 Millionen Tonnen pro Jahr in unserer Region zu rechnen. 5000 Container müssen täglich weiterverteilt werden.
  • Über 1000 LKW fahren zusätzlich täglich über unser bereits sehr hoch frequentiertes Straßennetz.
  • Massive Lärm- und Schadstoffbelastungen für unsere Bevölkerung wäre die Folge.
  • Das Verkehrsaufkommen in unserer Region würde explodieren.
  • Das Straßen- und Bahnnetz müsste für diesen Verkehr ausgebaut werden.

Gegenmaßnahmen zu diesem Monsterprojekt
Als Bürgermeister von Himberg spreche ich mich klar gegen dieses Monsterprojekt aus. Die Lebensqualität muss erhalten bleiben. Unsere Region ist mit Flug- und Verkehrslärm sowie der laufenden Zuwanderung schon genug belastet. Diese Zerstörung von Ackerflächen für dieses Großprojekt darf nicht weiter zugelassen werden.

Folgende Maßnahmen wurden seitens der Gemeinde ergriffen:

  • Nach Bekanntwerden des Umweltberichts habe ich sofort Kontakt mit den anderen betroffenen Gemeinden aufgenommen. Am 23.10.2019 fand eine Besprechung mit allen Bürgermeistern vom Bezirk Bruck an der Leitha und dem zuständigen Landesrat DI Ludwig Schleritzko von der NÖ Landesregierung statt. Dabei haben sich der Landesrat Schleritzko und alle Bürgermeister massiv gegen das Projekt ausgesprochen.
  • In der Sitzung des Gemeindevorstandes am 18.10.2019 wurde eine Resolution gegen das Projekt sowie eine Bürgerbefragung besprochen.
  • In der strategischen Umweltprüfung, welche bis 12. November 2019 läuft, wird eine juristisch unterstützte Ablehnung eingebracht. Diese wurde am 29. Oktober 2019 im Gemeinderat beschlossen.

Unterschriftenaktion gegen den Raubbau unserer Umwelt
Geschätzte Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger, gegen dieses gigantische Monsterprojekt, welches unsere Lebensqualität negativ beeinflussen würde, müssen wir gemeinsam kämpfen.
Daher ersuche ich um Ihre Unterschrift gegen dieses Projekt. Je mehr Personen sich gegen dieses Projekt aussprechen, desto größer ist die Ablehnung, um dieses Projekt zu verhindern.
Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie ein Zeichen für den Erhalt der Lebensqualität.
Als Bürgermeister von Himberg aber auch ganz persönlich verspreche ich Ihnen, dass ich alles Menschenmögliche tun werde, um diese massive Gefährdung unserer Lebensqualität zu verhindern.